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Saison im neuen NaturErlebnisBad eröffnet
 
 

Beneidet hat ihn von den anwesenden Gästen bestimmt keiner. Als Bürgermeister Burkhard Müller, nach 2-jähriger Bauzeit, im neuen NaturErlebnisBad mit einem sportlichen Hechtsprung die Badesaison eröffnete, standen die meisten Gäste frierend, den Regenschirm in den Händen haltend, am Beckenrand. Trotz nasskalten Wetters, waren viele Besucher und Großenhainer gekommen, um sich das Spektakel nicht entgehen zu lassen.

 
     
 
 
     
 

Denn ein Jahr vor der Eröffnung der 3.Sächsischen Landesgartenschau nahm das umgebaute Bad seinen Betrieb auf. Das Besondere an diesem Bad, ist die vollbiologische Wasserreinigungsanlage. Bisher in Deutschland nur in wenigen kleinen Bädern praktiziert, entstand damit in Großenhain eine Pilotanlage, die von sich Rede machen dürfte. Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen könnten sich derartige Anlagen zu echten Alternativen gegenüber traditionellen technischen Bädern entwickeln.

 
     
 
 
     
 

Die Schwimmanlage besitzt eine Fläche von 3.000 m² und ist in drei unterschiedlichen Wassertiefen modelliert. Der 2.000 m² große Regenerationsteich liegt 50 Zentimeter tiefer und klärt das Wasser über seine hydraulische Ausstattung vollkommen biologisch - das heißt chlorfrei - und ist somit nicht nur für Hautallergiker interessant. Das Wasser gelangt über Pumpen zum mineralischen Bodenfilter, der mit verschiedenen Wasserpflanzen bestückt wurde, die zur Landesgartenschau gleichzeitig eine einzigartige Wasserpflanzenschau demonstrieren. Nach dem biologischen Selbstreinigungsprozess wird das Wasser über einen Bachlauf und Quellen wieder zurückgepumpt.

 
     
 
 
     
 

Mit einigen Einschränkungen wird jedoch während des Badebetriebes im ersten Jahr noch zu rechnen sein. So wird unter anderem ein Teil der Spielwiese für die Durchführung der Landesgartenschau im Jahr 2002 vorbereitet und kann deshalb nicht genutzt werden. Auch der Ruderbetrieb kann aufgrund der noch laufenden Baumaßnahmen am Gondelteich erst ab dem nächsten Jahr aufgenommen werden. Doch das dürfte wahre Wasserratten nicht abhalten, das neue Bad zu besuchen.

 
     
 
 
     
 

Der Umbau selber kostete zirka 6 Millionen Mark und ist nach Ansicht der Bauherren eine lohnende Investition. Geöffnet ist das Bad bis zum 15. September und der Eintritt kostet für Erwachsene vier Mark am Tag. Kinder zahlen zwei Mark.

 

 
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