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Die 3. Sächsische Landesgartenschau 2002 in Großenhain
 
Vom 20. April bis
06. Oktober 2002
 

findet in Großenhain die 3. Sächsische Landesgartenschau statt. Auf einem ca. 17 Hektar großen Gelände werden in einer Vielzahl von gärtnerischen Ausstellungsbeiträgen und kulturell-künstlerischen Veranstaltungen Besucher aus nah und fern Anregungen und Tipps zur Gartengestaltung und zum Pflanzenanbau erhalten sowie in einer attraktiv gestalteten Parkanlage umfangreiche Freizeitangebote genießen können.

     
   

Als einmaliger Erkennungswert der Großenhainer Gartenschau soll dem Besucher jedoch der neue Umgang mit dem Thema Gartenschau als eine Synthese zwischen Kunst und Natur in der Röderaue, als ein "Erlebnis für die Sinne" - so das Motto unserer Gartenschau - in Erinnerung bleiben.

     
   

Mit der Vorbereitung und Durchführung dieses über die sächsischen Grenzen ausstrahlenden Höhepunktes bietet sich der Stadt Großenhain die einmalige Möglichkeit der Beseitigung städtebaulicher Missstände sowie der Schaffung neuer Infrastrukturimpulse und neuer Nutzungsmöglichkeiten in einem zentrumsnahen Stadtbereich.

     
   

Die wichtigsten Ziele dieser Stadtreparatur, für die ca. 21,6 Millionen DM an Investitionsmittel von der Europäischen Union, der Bundesregierung, dem Freistaat Sachsen und der Stadt Großenhain zur Verfügung gestellt werden, können im einzelnen wie folgt dargestellt werden:

     
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Neuordnung und Erschließung der Röderaue als verbindender Grünzug entlang der Röder und des unmittelbaren Stadtzentrums

     
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Erschließung und Nutzung des städtebaulich und stadtgeschichtlich wichtigen Schlossareals als städtisches Kulturzentrum. Dieses wird im Zusammenhang mit der LGS für weitere ca. 10 Millionen DM saniert und ausgebaut

     
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Umbau des städtischen Freibades zu einem ökologisch betriebenen Naturerlebnisbad

     
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Revitalisierung des Industriestandortes Textima mit dem Ziel der Förderung von Nutzungsänderungen und Gewerbeneuansiedlungen in diesem Bereich

     
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Sanierung von maroden Brücken im Bereich Gondelteich als wichtige Fußwegverbindung von der Innenstadt zu den Wohngebieten

     
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Schaffung eines durchgängigen, kreuzungsfreien Rad-Fußwegsystems mit Anbindung an die überregionalen Radwegsysteme und touristischen Ziele wie den Elbradweg Dresden-Hamburg, aber auch zu regionalen Sehenswürdigkeiten wie Zabeltitz, Diesbar-Seußlitz, u.a.

     
1. Strandbad wird zum Naturerlebnisbad

 

 

Im Bereich des heutigen Strandbades und des Gondelteiches steht die Sanierung und teilweise Neugestaltung dieser 1935 entstandenen Seeanlage im Vordergrund. Das jetzige Strandbad wird in einem Pilotprojekt zu einem einzigartigen Naturerlebnisbad mit einer Schilfkläranlage ohne jeglichen chemischen Einsatz umgestaltet. Mit diesem "etwas anderen Bad" entsteht somit ein attraktiver Anziehungspunkt in der umgebenden Bäderlandschaft. Dank der Förderung der Europäischen Union im Rahmen des Programms Resider II konnte dieses Vorhaben zusätzlich in die ursprünglichen Landesgartenschauplanungen integriert werden und soll noch im Jahr 2000 abgeschlossen werden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert die bundesweite Publikation dieses ehrgeizigen Projektes der Zukunftstechnologie Naturerlebnisbad.

     
2. Revitalisierung des Wirtschaftsstandortes Textima

 

 

Der Zusammenbruch der sächsischen Textilindustrie spiegelt sich auch in brachliegenden Industrieflächen des ehemaligen Textilmaschinenbaukombinates in Großenhain wieder. Nur die massive Unterstützung durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit mit einer Förderung von ca. 3,15 Millionen DM aus dem EU-Programm Resider II ermöglichte die strukturfördernde Verbesserung dieser innerstädtischen Industriebrache. Durch Abriss, Altlastenentsorgung und der öffentlichen Erschließung eines großen Bereiches wurden hier beispielhafte Voraussetzungen für die Neuansiedlung von Gewerbebetrieben geschaffen. Dies wird auch Ausstellungsthema der Landesgartenschau sein.

     
3. Schlossruine wird zum Kulturzentrum

 

 

Die Stadt Großenhain wird mit der Sicherung und Nutzung der Schlossruine einen neuen, einmaligen Kulturstandort in unmittelbarer Nähe des historischen Stadtzentrums erhalten. Geplant ist der dauerhafte Ausbau als städtisches Kulturzentrum. Besonderer Wert wird dabei auf den Erhalt der unscheinbaren Spuren der wechselvollen Baugeschichte gelegt, die sich überall in den Wänden finden. Grundsätzlich wird dabei ein ruinenhafter Charakter als besonderes Merkmal erhalten bleiben. Hier wird Stadtgeschichte von den frühesten Wurzeln her erlebbar und "begreifbar", was durch eine Ausstellung weiter ergänzt werden soll. Der aus dem 13. Jahrhundert stammende Bergfried wird als Aussichtsturm umgebaut. Aus dem äußeren Schlossgelände wird ein neuer Stadtplatz entstehen. In den Gewölben der Schlossruine entsteht ein Weinkeller. Dieser Standort verspricht insbesondere für Gäste und Touristen ein besonderer Anziehungspunkt zu werden, gibt es doch in der weiteren Umgebung kaum Vergleichbares.

     
4. Neue Seebrücken über Gondelteich

 

 

Die Gondelteichanlage wird unter Beibehaltung der hydrologischen Verhältnisse instandgesetzt. Die beiden sanierungsbedürftigen Seebrücken werden abgerissen und ab dem Jahre 2000 neu gebaut. Mit einer Steganlage am Gondelteich und der verbreiterten Dammkrone werden neue Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen, das Erlebniswert der Gewässer wird gesteigert.

     
5. Unser Ziel sind
350 000 Besucher

 

 

Verantwortlich für die Vorbereitung, Planung und Durchführung der 3. Sächsischen Landesgartenschau ist die gemeinnützige "Landesgartenschau Großenhain 2002 GmbH" mit Sitz in Großenhain, Dresdner Straße 22. Insbesondere nimmt sie die notwendigen Investitionen vor und koordiniert alle mit der Planung, Gestaltung, Durchführung und dem Abschluss der Gartenschau befassten Behörden, Dienststellen, Verbände und Firmen.
Das betrifft sowohl die umfangreichen Bau- und Umgestaltungsmaßnahmen als auch die Durchführung einer wirkungsvollen Werbekampagne, um möglichst viele Besucher nach Großenhain zu holen. Ausgehend von den Erfahrungen anderer Landesgartenschauen hat sich deutlich gezeigt: Landesgartenschauen erhöhen den Bekanntheitsgrad der Gastgeberstadt und geben der Stadt und der Region neues Potential für einen wirtschaftlichen Aufschwung. Um unser angestrebtes Ziel einer niveauvollen, einmaligen Gartenschau mit mindestens 350 000 Besuchern zu erreichen, benötigen wir die Unterstützung vieler mitgestaltender Partner, die damit auch helfen, den Menschen in der gesamten Region eine dauerhafte Perspektive zu geben und die Lebensqualität zu verbessern.

     
6. Begleitende Maßnahmen

 

 

Darüber hinaus können mit der Vorbereitung der Landesgartenschau weitere zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen verwirklicht werden, die nicht nur für die Stadt Großenhain einen enormen Imagegewinn bewirken. So wurden und werden vorzeitig notwendige Straßen- und Brückenbaumaßnahmen an den für den Durchgangsverkehr wichtigen Bundesstraßen in Angriff genommen, die bis 2002 abgeschlossen sind. Ein Fußgänger- und Radwegtunnel unter der Bundesstraße B 101 ist bereits fertiggestellt. Im Jahr 2000 erfolgte der Ausbau der Berliner/Waldaer Straße (B 98) und der Neubau der Ortleb-Brücke. 2001 wird neben weiteren Straßenbaumaßnahmen in der Stadt eine Umsteigestelle Bus-Bahn-Pkw am Cottbusser Bahnhof errichtet.

     
7. Präsentation der Sächsischen Ministerien

 

 

Anlehnend an die positive Resonanz bei mehreren Baden-Württembergischen Landesgartenschauen sucht die Landesgartenschau 2002 in Großenhain die Möglichkeit der breiten Einbeziehung aller zum Ausstellungsthema planenden Ministerien, Behörden und Institutionen, sich und ihre Aufgabengebiete während der Landesgartenschau 2002 einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

     
8. Förderverein der Landesgartenschau Großenhain 2002

 

 

Deutlich verstärkt hat sich mit der Landesgartenschau auch das Engagement der Bevölkerung, ihren Anteil für eine schönere, attraktive und grüne Stadt zu erbringen. Die Gründung eines Fördervereins mit derzeit 38 Mitgliedern, das gewachsene Interesse an den vorgesehenen Umgestaltungen wie auch Wettbewerbe um die schönsten Fassaden und Vorgärten sind nur einige Beispiele dafür.
All diese genannten Vorhaben dienen nicht nur einer niveauvollen und erlebnisreichen Durchführung der Landesgartenschau, sondern bringen gleichzeitig der Stadt Großenhain und der Region der Großenhainer Pflege über das Jahr 2002 hinaus einen dauerhaften Gewinn und neue Möglichkeiten für einen wirtschaftlichen und touristischen Aufschwung.
Im touristischen Bereich werden dabei als besondere Anziehungspunkte sicher die historische Schlossruine, der als neue Freizeitanlage umgestaltete Bereich der Seeanlage und die in weiten Bereichen neugeordnete und revitalisierte Industriebrache "Textima" sein.

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