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Gute Künstler
sollten einen Zugriff auf das unbewusste Wissen der
Menschen haben! Johannes Pfeiffer |
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Johannes Pfeiffer,
international renommierter Künstler und seit 20 Jahren
in Turin/Italien zu Hause, war für drei Tage auf dem
Gelände der Landesgartenschau in Großenhain. Hier hat
er im Tal der Gräser seine Installation "Auflösung"
vollendet. |
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Jetzt schweben dutzende
weiße Marmorsteine auf Edelstahlstangen im Gleichklang
des Windes. Im Duett mit den Gräsern spiegeln sie die
Gedanken der Menschen und deren stetige Bewegung durch äußere
Einflüsse beim Aufnehmen von Erfahrungen bis hin zur
Gestaltung des Lebens wieder. |
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Johannes Pfeiffer ist
seit Jahren ein Begriff in der zeitgenössischen
Installationskunst. Für ihn ist der innere und äußere
Lebensraum das Hauptthema. Diesen Lebensraum versucht er
spirituell (geistig und intuitiv) zu erfassen und anderen
Menschen sichtbar zu machen, um das Versperrte zu
durchdringen und aufzuheben. Seine Kunstwerke haben dabei
immer einen unübersehbaren Raumbezug. |
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Hier im Tal der Gräser
ließ er sich von der Weite und der Symbiosefähigkeit
inspirieren. Hat der Gartenschaubesucher den Rohrgarten
und den "Bambuswald" durchschritten steht er
am Beginn seiner Gedanken. Seine Blicke wandern vom Gras
zu den schwankenden Steinen. Er versucht Ruhe in die
Bewegung zu bringen und muss dem Lauf der Steine folgen.
Dabei werden die Abstände immer kürzer. Waren am Anfang
noch offene Gedanken, kommt er langsam dem Finale der
Idee entgegen. Dabei spülen und streicheln die Gräser
jeden einzelnen Gedanken und unterstreichen die Linie in
der sie sich bewegen. |
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Selbstbeschreibung
seiner Installation im Tal der Gräser |
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Der Titel der Arbeit ist
"Auflösung". Die schwebenden Steine bilden
eine Linie, eine Grenze, die sich in der Auflösung
befindet. Es steht für die Bewegung der Dinge, alles
ist ständig in Bewegung. Auflösung des Materiellen, hin
zum Spirituellen, zu Gedanken, Ideen.
Jeder Stein steht für einen Gedanken. Zusammen bilden
sie ein Ganzes (Gefüge). Es ist das Schwebende im Raum,
das was jeder für sich aufnehmen kann. Weiß steht für
eine gewisse Reinheit. Klarheit, Leichtigkeit im Denken.
Auf der einen Seite die Konzentration, auf der anderen
Seite die Ausdehnung. Sinnbild für das Denken. Die Gräser
umspülen, streicheln sie. |
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Johannes Pfeiffer
5. April 2001
Großenhain |
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